Ansichten und Tatsachen zum Thema Hypnose und Selbsthypnose

Was ist Autogen-Hypnose?

Obwohl das, was wir allgemein als Hypnose bezeichnen, eine ganz natürliche und grundlegende Fähigkeit des Menschen ist, sind gerade über diese Fähigkeit unzählige Irrtümer und falsche Ansichten verbreitet.

Bevor wir daher klar und eindeutig verstehen können, was Hypnose überhaupt ist, müssen wir versuchen, diese Irrtümer und falschen Ansichten aufzudecken uns sie durch nüchterne und klare Tatsachen zu ersetzen.

Besonders weit verbreitet ist die Ansicht, dass die Hypnose ein Schlafzustand sei. Das stimmt nicht!

Die Hypnose ist vielmehr ein Zustand der erhöhten Bewusstseinskonzentration. In der Hypnose ist das Bewusstsein des Menschen in einer Richtung viel mehr konzentriert, als dies im Normalzustand überhaupt möglich ist. Das Bewusstsein ist dabei wach. Man kann sogar sagen: das Bewusstsein ist in einer einzigen Richtung überwach.

Eine andere, sehr weit verbreitete Ansicht ist, dass der Zustand der Hypnose durch eine, vom Hypnotiseur ausgehende, „Hypnotische Kraft“ erzeugt wird. Das stimmt nicht! Es gibt keine „Hypnotische Kraft“.

Hypnose lernen und Selbsthypnose nach Anleitung

Hypnose ist immer: Selbsthypnose.

Der Hypnotiseur (bei der Audio Hypnose der Sprecher von der CD) gibt der zu hypnotisierenden Person lediglich die Anleitungen, wie Sie sich selber in den hochkonzentrierten Bewusstseinszustand der Hypnose versetzen kann.

Da dies eine wissenschaftlich fundierte Tatsache ist, bezeichnen wir hier den Bewusstseinszustand der Hypnose grundsätzlich als AUTOGEN-HYPNOSE, was soviel bedeutet wie ein vom Hypnotisierten selbst (autogen) erzeugter Hypnosezustand, also durch Selbsthypnose.

Weit verbreitet ist auch die Ansicht, dass nur leichtgläubige, willensschwache und primitive Menschen hypnotisiert werden können. Das stimmt nicht!

Gerade das Gegenteil ist der Fall. Am besten sind intelligente, gebildete und geistig rege Personen zu hypnotisieren, die über eine gute Vorstellungskraft und eine gute Konzentrationsfähigkeit verfügen.

Dagegen sind zerstreute, ängstliche und willensschwache Personen besonders schwer zu hypnotisieren. Gar nicht zu hypnotisieren sind Schwachsinnige und solche Personen, denen eine normale Konzentrationsfähigkeit versagt ist. Grundsätzlich können etwa 90% bis 95% aller geistig normalen Menschen hypnotisiert werden.

Allgemein verbreitet ist auch die Ansicht, dass das Hypnotisieren gleichbedeutend mit einer Willensausschaltung sei. Das stimmt nicht!

Hypnose ist überhaupt keine Sache des Willens, sondern eine Sache der Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit einer Person.

Dass der Wille einer hypnotisierten Person nicht ausgeschaltet wird, zeigt auch die Tatsache, dass das Gehirn-Nervensystem sofort von Hypnose auf Normalzustand umschaltet, wenn in Hypnose etwas befohlen wird, was gegen die Moral einer Person verstößt. Eine hypnotisierte Person tut auch in Hypnose nichts, was sie nicht auch im Normalzustand tun würde. Die weitverbreitete Ansicht, dass eine hypnotisierte Person ein willensloses Werkzeug in der Hand des Hypnotiseurs ist, entbehrt jeder tatsächlichen Grundlage.

Auch die Ansicht, dass wiederholtes Hypnotisieren die Willenskraft schwächt, stimmt nicht.

Wiederholtes Hypnotisieren steigert dagegen positive Eigenschaften und Fähigkeiten. So die Fähigkeiten der Tiefenentspannung, der Vorstellungskraft, der Intuition und die Konzentrationsfähigkeit. Und das bedeutet indirekt eine effektive Zunahme der Willensfreiheit und der Entfaltungsfähigkeit (Erfolgsfähigkeit).

Man hört auch oft, dass nur der hypnotisiert werden kann, wer an die Hypnose glaubt, und dass die Hypnose nur dann eine Wirkung hat, wenn an diese Wirkung geglaubt wird. Das stimmt nicht!

Wer im Besitz einer normalen Vorstellungskraft und Konzentrationsfähigkeit ist und den Anleitungen eines Hypnotiseurs oder eines hypnotisierenden Tonträgers mit seiner vollen Aufmerksamkeit folgt, kann auch hypnotisiert werden. Ist die Hypnose einmal eingetreten, dann wirkt sie auch. Ganz gleich ob daran geglaubt wird oder nicht.

Oft wird auch behauptet, die Hypnose sei nur ein „eingebildeter“ Zustand. Das stimmt nicht!

Der Beweis für die Echtheit einer Hypnose sind die nachweisbaren Funktionsänderungen am Körper, wie: z.B. weitgehende Tiefenentspannung der Muskulatur, leichte Erhöhung der Hauttemperatur, gesteigerte Durchblutung der Extremitäten, Änderung des Hautwiderstandes, Absinken der Kerntemperatur, Absinken des Atemminutenvolumens, Änderung des Gehirnwellenbildes usw.

Dass die Hypnose keinesfalls nur ein „eingebildeter“ Zustand ist, beweist auch die klinisch nachgewiesene Tatsache, dass im Zustand der Hypnose alle Organ- und Drüsenfunktionen weitgehend beeinflusst werden können. Darauf beruht auch die Anwendung der Hypnose oder Selbsthypnose zu Heilzwecken, wie sie in aller Welt von bedeutenden Ärzten praktiziert wird.