Eine automatische Selbsthypnose: Erröten oder auch Rot werden

Man kann das Rot werden auch als eine Wirkung unwillkürlicher Selbsthypnose Selbsthypnose erklären.

Dabei muss man von den Ansichten ausgehen, die Dr. 5. J. van Pelt, Präsident der Britischen Gesellschaft für Medizinische Hypnose, in seinem Buch: „HYPNOTISM“ entwickelt. Er schreibt dort:

„Hundert Prozent Konzentration ist gleichbedeutend mit Tiefhypnose. Emotionen (Gemütsbewegungen ) konzentrieren den Geist in einen Zustand der Hypnose bzw. Selbsthypnose hinein.

Und in diesem Zustand wirkt jede aufgenommene Idee mit der Macht einer hypnotischen Suggestion, auch dann, wenn sich der Mensch dessen nicht bewusst ist.“

Lampenfieber u. Schüchternheit überwinden, Hemmungen beseitigen. Frei von Erröten.

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass im Zustand der Hypnose ( Selbsthypnose ), also im Zustand des VOLLKONZENTRIERTEN Geistes (besser gesagt, im Zustand der VOLL und GANZ auf eine einzige Richtung konzentrierten AUFMERKSAMKEIT ) durch einfache gesprochene Worte körperliche Wirkungen ausgelöst werden können. So ist es z.B. eine kinderleichte Sache, eine hypnotisierte Versuchsperson zum Erröten zu bringen, indem man zu ihr sagt: “Ihr Gesicht wird jetzt rot, immer röter und röter!“ Man braucht dann nur etwa 10 bis 20 Sekunden zu warten, bis sich der Reaktionszyklus der Entspannung der Blutgefäße im Gesicht voll entfaltet und das Ergebnis tritt ein.

Wenn man nun davon ausgeht, dass eine hundertprozentige Konzentration der Aufmerksamkeit gleichbedeutend mit dem Zustand einer tiefen Selbsthypnose ist, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn das Rot werden gerade dann mit einer „hypnotischen“ Sicherheit eintritt, sobald eine Person MIT GANZER WILLENSKRAFT dagegen ankämpft.

In diesem Zustand des VOLLEN und GANZEN Dagegenankämpfens ist ja deren Aufmerksamkeit hundertprozentig konzentriert und zwar in Richtung auf die Grundidee: ERRÖTEN!

Wenn man weiter bedenkt, wie Dr. van Pelt sagt, dass Emotionen ( und Angst ist eine starke und hochwirksame Emotion! ) den Geist in einen Zustand der Selbsthypnose hineinkonzentrieren, dann ist es ganz klar, dass ein hoher Grad von Angst ( Erwartungsangst ) vor dem Erröten in Verbindung mit der Idee des ERRÖTENS ganz automatisch das Erröten in voller Entfaltung auslösen kann.

So könnten wir die Formel aufstellen, dass die KONZENTRATION AUF DAS ROT WERDEN in Verbindung mit der EMOTION DER ANGST das tatsächliche Erröten automatisch auslöst.

Diese Gesetz gilt natürlich auch für andere Arten von Hemmungen, die Schüchternheit, Redeangst und andere Minderwertigkeitskomplexe auslösen.

Die gleichen Regeln gelten auch für störende Gewohnheiten, Triebverhalten oder Suchtverhalten wie übermäßiges Rauchen und Essen.

Wenn wir hier in Beziehung zum Rot werden von Hypnose sprechen, dann meinen wir Selbsthypnose und keine Schaubudenhypnose und auch keinen schlafähnlichen Zustand.

Wir gehen einzig und allein davon aus, dass es sich bei der Hypnose funktionell um einen hochkonzentrierten Bewusstseinszustand handelt, der durch heftige Emotionen (Gemütsbewegungen, Gemütserregungen) ausgelöst wird und in dem sich eine im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehende Idee mehr oder weniger verwirklichen kann.

Im Grunde genommen ist jede Hypnose eine SELBSTHYPNOSE. Auch dann, wenn eine Versuchsperson von einem Hypnotiseur hypnotisiert wird. Daher kann eine Hypnose nur dann gelingen, wenn die Versuchsperson ( früher sagte man dazu auch: Medium ) freiwillig damit einverstanden ist und sich freiwillig hypnotisieren lässt. Der Vorgang des Hypnotisierens besteht darin, dass der Hypnotiseur durch seine Worte die Versuchsperson dazu bringt, ihre Aufmerksamkeit freiwillig auf das Gefühl der Körperentspannung hinzulenken und dort festzuhalten. Nach einiger Zeit entspannt sich der Körper immer mehr und es tritt dann ein Zustand der hochkonzentrierten Aufmerksamkeit ein. Und in eben diesem Zustand der hochkonzentrierten Aufmerksamkeit kann der Hypnotiseur dann durch seine Worte ( Suggestionen genannt ) auf unterbewusste und unwillkürliche Funktionen der Versuchsperson einen gewissen Einfluss ausüben.

So kann z.B. ein Arzt in der Hypnose heilende Vorstellungen, Ideen und Gedanken in das Unterbewusstsein einbringen, die sich dann im Laufe der Zeit verwirklichen, sofern der Patient bereit ist, an wiederholten Hypnosesitzungen teilzunehmen. Die Hypnose wird heute praktisch nur noch von Ärzten und anderen Heilberufen angewandt.

Erröten oder Rot werden ist nur Selbsthypnose | EE-Methode

Englische Version: Is blushing or turning red just self-hypnosis?